Zitterpappel, Baum des Jahres

Unser Bild für August

Die Zitterpappel Populus tremula, die auch als Espe oder Aspe bekannt ist, ist sehr anpassungsfähig. Sie ist leicht zu erkennen, weil bereit die  leiseste Luftbewegung ihre Blätter zum Tanzen bringt, daher auch ihr Name. Sie bietet unzähligen Tieren Unterschlupf, die Raupen von mehr als 60 Schmetterlingsarten fressen ihre Blätter, Spechte bauen Höhlen in das weiche Holz, und viele Singvögel finden Nahrung. Als Pionierart besiedelt sie offene Flächen, mit ihrer Fähigkeit, sich über Wurzelausläufer zu vermehren kann sie rasch neue Bestände bilden. Das ist nicht immer gerne gesehen, wenn man sie entfernen will.

Pappelholz ist sehr weich und von grobfaseriger Struktur, es zählt zu den leichtesten unter den einheimischen Laubholzarten. Entsprechend gering ist die Tragfähigkeit, das führt aber auch zu einer sehr vielseitigen Verwendbarkeit. Es wird für Furniere, Sperrholz, für gebogene Formteile wie Spankörbe, Obst- und Gemüsesteigen, Käseschachteln, Geschenkverpackungen sowie Holzfertigwaren wie Streichhölzer verwendet. Der mit Abstand wichtigste Abnehmer von Pappelholz ist nach wie vor die Zündholzindustrie. Das Wissen um die Verwendungsmöglichkeiten des Pappelholzes als Bauholz ist nicht ganz in Vergessenheit geraten, im Münster- und Emsland findet man immer noch Pappelholz für Außenbekleidungen und Giebelverschalungen. Heute gewinnen die Pappeln zunehmend zur Erzeugung von Energieholz in Form von Hackschnitzeln an Bedeutung. Dazu werden Pappeln in Plantagen gepflanzt. Aufgrund ihrer ungewöhnlich hohen Massenleistung lassen sie sich dafür in Abständen von drei bis fünf, maximal von zehn Jahren beernten. Wurde gerade in Dänemark gesichtet, sagt mal Bescheid, wenn ihr sowas in Deutschland seht. 

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